Ein Markttag direkt vor der Haustür – mit Heimvorteil 😁

Einmal im Jahr verwandelt sich die Ladenstrasse in Seon in einen Herbstmarkt – und natürlich sind auch wir mit Von Hand von Herzen dabei.

Wer am Samstagmorgen um 9 Uhr über den Markt schlendert, sieht unseren fertig eingerichteten Stand: Taschen hängen ordentlich an ihrem Platz, Kürbisse und Körbe sind hübsch dekoriert, die Lampen leuchten und alles sieht herrlich entspannt aus.

Das ist allerdings nur die offizielle Version. 😁

Denn bis so ein Stand aussieht, als hätte er sich ganz von allein aufgebaut, sind schon ein paar Kisten durch unsere Hände gegangen.

Eigentlich beginnt der Markttag schon am Freitag

Am Vortag wurde im Lädeli gepackt. Welche Taschen kommen mit? Welche Körbe? Kürbisse natürlich. Holzarbeiten von Bruno. Deko. Lampen. Und all die vielen Kleinigkeiten, von denen man überzeugt ist, dass man sie unbedingt brauchen wird.

Alles wanderte in Kisten und wurde so bereitgestellt, dass wir am Samstagmorgen gegen 7 Uhr nur noch das Auto beladen mussten.

Und dann begann der wohl entspannteste Marktaufbau unserer bisherigen Marktkarriere.

Denn diesmal hatten wir etwas, das wir sonst nicht haben:

Heimvorteil.

Der Weg zum Markt war kurz. Sehr kurz.

Wenn wir etwas vergessen hätten, hätten wir es einfach schnell geholt. Kein „Mist, das liegt zu Hause“, kein Improvisieren mit Dingen, die für den vorgesehenen Zweck eigentlich überhaupt nicht gedacht waren.

Und noch viel wichtiger:

Wir konnten sogar unser eigenes WC benutzen. 🤭

Wer noch nie acht Stunden auf einem Markt verbracht hat, wird die Tragweite dieses Luxus vermutlich völlig unterschätzen.

Ein bisschen Herbst muss sein

Also wurde ausgepackt, aufgebaut, umgestellt, noch einmal angeschaut und vielleicht doch noch einmal ein bisschen umgestellt.

Die Taschen bekamen ihren Platz, Körbe und Kürbisse wurden verteilt, Brunos Holzarbeiten dekoriert und die Lampen zum Leuchten gebracht.

Und irgendwann sah es tatsächlich so aus, als wäre das alles ganz mühelos entstanden.

Perfekt. Genau so soll es aussehen. 😁

Pünktlich um 9 Uhr konnte der Herbstmarkt beginnen.

Aber zuerst: der Bäcker

Die ersten Minuten waren noch ruhig. Zeit also, sich mit den Standnachbarn zu unterhalten und ein bisschen zu schauen, was es rundherum so gibt.

Und direkt neben uns stand ein Bäcker.

Mit sehr feinen Sachen.

Das war natürlich ausgesprochen ungünstig. 🤣

Aus Erfahrung wissen wir nämlich: Wer bei solchen Dingen zu lange überlegt, steht gegen 15 Uhr vor einem ziemlich leer gekauften Stand.

Also haben wir das einzig Vernünftige getan:

Wir sind erst einmal einkaufen gegangen.

Man muss schliesslich Prioritäten setzen.

Dann wurde es lebendig

Nach und nach kamen immer mehr Besucher durch die Ladenstrasse. Es wurde geschaut, gefragt, angefasst, erzählt – und natürlich durfte auch das eine oder andere handgefertigte Stück mit einem neuen Besitzer nach Hause gehen.

Aber etwas anderes hat mich an diesem Tag fast noch mehr gefreut.

Erstaunlich viele Menschen waren völlig überrascht, als sie erfuhren, dass es unser kleines Lädeli direkt hier in Seon gibt.

„Ihr habt einen Laden in Seon?“

Ähm … ja. 😁

Offensichtlich besteht bei unserer lokalen Bekanntheit noch ein klitzekleines bisschen Luft nach oben. 🤣

Aber genau dafür sind solche Märkte eben auch da.

Wir haben erzählt, wo wir sind, was es bei uns gibt, Flyer verteilt und viele schöne Gespräche geführt.

Und irgendwann stellte ich fest:

Die Flyer sind weg. Alle.

Keinen einzigen hatte ich am Ende des Tages noch übrig.

Und darüber habe ich mich mindestens genauso gefreut wie über die Verkäufe.

Ein Markt ist eben mehr als ein Verkaufstag

Natürlich nehmen wir unsere Sachen mit auf einen Markt, weil wir sie verkaufen möchten.

Aber das ist nur ein Teil davon.

Menschen bleiben stehen und entdecken etwas. Man kommt ins Gespräch. Jemand erzählt von seinem eigenen Häkelprojekt. Ein anderer entdeckt Brunos Holzarbeiten. Wieder jemand nimmt einen Flyer mit und sagt: „Dann komme ich euch mal im Laden besuchen.“

Und genau solche Begegnungen machen für uns einen Markttag aus.

Um 17 Uhr war dann Schluss.

Die Kürbisse verschwanden wieder in ihren Kisten, die Taschen wurden eingepackt, die Lampen ausgeschaltet und der Stand, an dem wir den ganzen Tag gestanden, geredet und gelacht hatten, löste sich Stück für Stück wieder auf.

Und dann?

Alles wieder ins Auto.

Zum Glück war der Heimweg diesmal nicht besonders weit. 😁

Es war ein richtig schöner, entspannter Herbstmarkt mit vielen Gesprächen, Begegnungen und einigen Menschen, die jetzt wissen:

Ja, Von Hand von Herzen hat tatsächlich ein Lädeli in Seon. 🤣

Und nächstes Jahr?

Sind wir natürlich wieder dabei.

Und beim Bäcker gehen wir sicherheitshalber wieder frühzeitig vorbei. 😁

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